Das grüne Band

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    • ... Klasse Doku! Dass man für solch ein Projekt schon ein wenig verrückt sein muss, kann ich bestätigen. Hatte vor vielen Jahren schon mal ins Auge gefasst, eine Radltour entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze zu starten. Knappe 1400 Kilometer schienen machbar. Das Projekt ist dann allerdings erst mal wieder in den Hintergrund gerückt. 2009 habe ich dann mit der Recherche begonnen. Der Plan: Vom Dreiländereck DDR-BRD-CSSR hinauf bis zur Ostsee. Und wieder gingen ein paar Jahre ins Land. 2014 startete dann die erste Etappe. Schnell wurde klar, dass sich die Kilometerzahl letztendlich locker vervierfachen wird, schließlich wollte ich auch im Hinterland so einiges mitnehmen. Auch die Steigungen sind nicht zu unterschätzen: Rennsteig, Rhön, Harz. Da verliert man leicht die Lust, mal wieder zum x-ten Beobachtungsturm auf einen Berg hinaufzuradeln. Wie dem auch sei, bislang habe ich es in drei Etappen bis nach Bad Sooden-Allendorf geschafft. Bei Gelegenheit muss ich mal ein paar Bilder dazu raussuchen ...
    • Moin

      Ja, dieses Jahr war ich faul, ich war zwar öfter da in der Gegend, aber den Kolonnenstreifen habe ich dieses Jahr noch gar nicht abgeradelt.

      Fange ich mal langsam an und habe eine Lücke bei Kella geschlossen die mir noch fehlte.
      Nur ein kurzes Stück, aber das hatte es in sich.

      Da frag ich mich immer warum die Leute aus Kassel in den Bayrischen Wald fahren wenn ich in der Ecke bin



      Da muss ich rauf und aus Kella weht der Duft von Thüringer Rostbratwurst vom Grill herüber
      grrrmpf



      Achterbahn.
      Der Kolonnenweg ist 300 Meter weg vom Zaun.
      Und über 100 Meter tiefer, die eigentliche Grenze verläuft nämlich oben am Bergkamm.



      Kleine Kapelle, lag direkt im Sperrgebiet und war bis zur Wende für die Bürger nicht zugänglich.



      Das war wieder so eine Schlüsselstelle. Wer so was bauen lässt, kann nicht mehr alle Latten am Zaun haben.
      Da mit dem Auto rauf oder runter ist schon bei Nässe sau gefährlich. Geschätzt > 30 % Steigung rauf zur Pfaffschwender Kuppe.



      Da stand der Zaun, links geht es steil den Hang herunter = Thüringen.



      Alte Grenzsäule



      Wieder mal Umleitung



      Ab da ist der Weg ausgeschildert aber eigentlich nur noch ein Pfad



      Alter Grenzstein und Grenzsäule.



      Zwischen der K113 und der L2030 ist der Kolonnenweg tatsächlich komplett entfernt, ich habe extra von Kella aus noch mal nachgeschaut.
      Da kommt man höchstens zu Fuss mit der Machete durch



      Mir fehlte da nur 4,2 km reiner Grenzverlauf, aber die hatten es sich wirklich in sich.
      Gruss Andreas
    • Wieder einmal grosse klasse, was Du so nachlegst. Diese Strapazen könnt ich mir nimmer antun...

      Unserem Forum würde vieles fehlen, wenn Deine Beiträge nicht wären. Deshalb mein ganz besonderer Dank für all Deine Mühen - immer und immer wieder.
      Geradlinig ist, wer seine Gedanken äussert und diese auch umsetzt.
    • Als Ergänzung zu den Berichten von B.Man gibt´s hier nun den ersten Teil meiner Eindrücke von unserer Radltour in mehreren Etappen entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze.

      September 2014 – Die Reise mit dem Fahrrad beginnt mit einer Zugfahrt ins bayerische Hof. Im Gepäck eine Karte der ehemaligen innerdeutschen Grenze und eine Liste mit Erinnerungsorten und Relikten der deutschen Teilung. Einen genaueren Plan gibt es nicht, alles weitere entsteht aus der Bewegung. Eine Woche Zeit steht zur Verfügung. Mal sehen, wie weit wir so kommen. Unser Zug jedenfalls hat erstmal ordentlich Verspätung. In den 1980er Jahren konnten die Abteilsitze in den Transitzügen wenigstens noch zu Liegeflächen zusammengeschoben werden:


      Noch ist das Wetter einigermaßen mies. Vom Grenzbahnhof in Hof fuhren einst die Interzonen- und Transitzüge nach West-Berlin. 1989 trafen hier die Sonderzüge der DDR-Reichsbahn mit den DDR-Flüchtlingen aus der Prager Botschaft im Westen ein. Die Metallplastik auf dem Bahnhofsvorplatz soll an die Grenzöffnung erinnern und einen sich in Bewegung befindlichen Menschen symbolisieren (wenn man´s weiß):


      Das Dreiländereck CSSR / DDR / BRD. In einer unscheinbaren Senke im Wald liegt ein historisches Dreiländereck. 1844 wurden hier die Grenzen der drei Königreiche Österreich / Sachsen / Bayern festgelegt. Heute ist dies die Grenze zwischen Tschechien / Sachsen / Bayern:


      Das „S“ aus tschechoslowakischen Tagen hat man einfach überpinselt:


      Auf böhmischer Seite lag einst die Hofmannsmühle mit einem beliebten Ausflugslokal. Hier verkehrten Zollbeamte, Schmuggler und Wanderer gleichermaßen. Ab 1946 wurde das Gasthaus und der nahe gelegene Weiler Kaiserhammer zur besseren Grenzsicherung abgerissen. Heute existieren hiervon nur noch die Kellerräume der Mühle mit einem eingemauerten Mühlstein neben dem Eingang:


      Auf bayerischer Seite findet man ein Grab eines unbekannten deutschen Soldaten aus dem Juli 1945, das leider schon mehrfach geschändet wurde:


      Etwas planlos radeln wir durch die Prärie. Wo verlief eigentlich genau die Grenze? Nur ein einsamer Beobachtungsturm (BT-6) aus Betonfertigteilen ragt noch aus der Landschaft. In einer solchen Führungsstelle liefen einst die Alarme eines Grenzabschnitts auf und weitere Maßnahmen wurden von hier aus eingeleitet und koordiniert. Die Antennen auf dem Dach machen zwar zunächst ein wenig stutzig, doch der Turm wird heute von Amateurfunkern aus Plauen genutzt:


      Endlich stoßen wir auf den Kolonnenweg. Hier sind wir richtig. Auf dem Hügel im Hintergrund sollte nach meinen Recherchen eigentlich ein weiterer Beobachtungsturm (BT-9) stehen. Ich schlage mich also mühsam durch das Unterholz, kann aber nichts davon entdecken. Naja, im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass ich im falschen Wäldchen gesucht habe. So ist das eben,wenn man nur mit vagen Informationen und ohne elektronischen Schnickschnack durch die Lande zieht:


      Parallel zum Kolonnenweg ziehen sich fast unauffällig die verwachsenen Reste eines Kfz-Sperrgrabens entlang. Solche Kfz-Sperrgräben mit einseitig angebrachten Betonelementen sollten die Flucht mit einem Fahrzeug verhindern:


      Der nächste Beobachtungsturm (wieder eine Führungsstelle) ist ziemlich ramponiert, dafür aber zugänglich. Schade nur, dass die Leitern zu den oberen Etagen fehlen (nein, wir hatten keine dabei und waren trotzdem kurz oben):


      Direkt daneben befindet sich ein gedeckter Kfz-Stellplatz für die Einsatzfahrzeuge der Alarmgruppe:
    • Tödlicher Zwischenfall an der Grenze



      Nein, hier handelt es sich nicht um irgendein x-beliebiges Feld an der innerdeutschen Grenze. Dies ist der Ort, an dem am 14. August 1962 der Hauptmann der DDR-Grenztruppen Rudi Arnstadt von einem westdeutschen BGS-Beamten erschossen wurde. Fast 36 Jahre später, am 15. März 1998, wurde auch der damalige Todesschütze Hans Plüschke etwa zehn Kilometer entfernt ermordet aufgefunden. Es handelt sich hier um einen der mysteriösesten Mordfälle Deutschlands.



      Die genauen Hintergründe des bewaffneten Grenzkonfliktes vom 14. August 1962 konnten nie zweifelsfrei geklärt werden. Die vollständige Ermittlungsakte der DDR-Behörden zum „Fall Arnstadt“ ist bis heute verschollen. Für die Westdeutschen war es schlichte Notwehr, für die Ostdeutschen gezielter Mord. Die DDR-Propaganda erhob Arnstadt zum Märtyrer, schließlich war er einer von nur zwei Grenzsoldaten, die nachweislich von westdeutschen Beamten erschossen wurden (der andere war Peter Göring in Berlin). Auf dem ganz in der Nähe angelegten Ehrenhain sind auch heute zeitweise noch frische Blumen zu finden.



      Lange nach der Wiedervereinigung, am 15. März 1998, wurde auch der ehemalige BGS-Beamte und Todesschütze Hans Plüschke mit einer ähnlichen Schussverletzung getötet. Man fand keinerlei Indizien, die auf den oder die Täter hinwiesen und so ist der Mörder bis heute nicht gefasst. Ein Raubmord kann wohl ausgeschlossen werden. Verschwörungstheoretiker sehen hier einen Racheakt von alten Stasi-Seilschaften. Frühere Stasi-Akteure kontern, der Westen habe einen unbequemen Zeugen verschwinden lassen wollen.



      Wer mehr über den „Fall Arnstadt“ wissen möchte, dem sei das Buch „Der zweifache Tod im Schatten der Grenze“ von Herbert Böckel empfohlen.

    • B.Man schrieb:

      Moin

      Ja, dieses Jahr war ich faul, ich war zwar öfter da in der Gegend, aber den Kolonnenstreifen habe ich dieses Jahr noch gar nicht abgeradelt....

      Ich bin faul :whistling:

      Nun habe ich mich mal wieder aufgerafft mit der Erinnerung das die letzte Tour in Kella heftig war.
      Großenburschla, was wie ein Puzzlestück nach Hessen hereinragt, hat noch mal eine Schippe drauf gelegt.

      3x mal hatte ich keinen Bock mehr und wollte aufhören, Frust und wow lagen ständig dicht beieinander.
      Steigungen von > 30 % die selbst der E Antrieb vom Fatbike nicht mehr geschafft hat und überhitzte Bremsen bergab.
      Geschafft habe ich nur die Hälfte der geplanten Strecke und hatte am Nachmittag trotzdem 40 km auf dem Tacho.

      Da geht es rauf, der Heldrastein im auflösenden Morgennebel





      Nicht Lostway to the Mundepot das ist eine öffentliche genutzte Strasse ;)



      Darunter geht es im Hang parallel zur Werra in Richtung Großenburschla
      Der Grenzstreifen lag terassenförmig im Hang. Sperrstreifen, Kolonnenweg, Sperrzaun.



      Schwerter zu Pflugscharen ?
      Ein Radardom der NVA vom Heldrastein in Großenburschla am Sportplatz



      Da geht's lang ?(



      Das geübte Auge sieht den Wegverlauf auch ohne nach unten zu schauen ;)



      Und dann ging nix mehr.
      Kolonnenweg im steilen Hang entfernt, trotz kräftezehrender Suche kein Weg zu finden.
      Von Hessen übers Feld 8|



      Nix zu machen, die Betonplatten fehlen und der Weg komplett zu gewuchert.
      Der Grenzverlauf ist nur noch an alten Grenzsteinen von 1837 !! zu sehen.
      Der Hang ist so steil, dass dort auf über 500 Meter Länge nie ein Kolonnenweg war.



      Abbruch, anderen Weg suchen.
      Hier rächt sich eine schlechte Vorbereitung.
      Gruss Andreas
    • Wenn man sich mit der Materie eingelesen hat, weiss man nach was man suchen muss.
      Die Wege der Grenztruppen der Alarmgruppe, die findet man natürlich nicht so auf modernen Karten.

      Poserbildchen



      Die ehemalige Führungsstelle. Die Bäume gab es damals natürlich nicht.



      Wow Moment
      Päusenplätzchen mit Blick Richtung Treffurt / Thüringen



      Hui, Berg runter

      Ende Gelände, Weg wieder verschwunden X(



      ja, da isser ja
      ja, da war mal was, vor vielen Monden. Wieder durchs Dickicht rüber nach Hessen und über einen ziemlichen Umweg herunter ins Tal



      Weiterer Alarmweg um die Ortschaft herum auf der anderen Ortsseite



      Grenzkompanie Großenburschla



      Der Heldrastein, früher Sperrgebiet und NVA Funkaufklärung, heute beliebtes Ausfugsziel



      Unten im Werratal
      Da stehen auch noch diese Uralten Grenzsteine, habe ich im Tal noch nie gesehen :D

      Das Meißfeld ist Königreich Hessen, links ist Königreich Preussen

      bis 1989 stand da dieser hässliche Zaun, jetzt ist da einfach Feld wo merkwürdige Leute mit komischen Fahrrädern drüber holpern :D



      :trinken:
      Gruss Andreas
    • Khotan schrieb:

      Ich muss gestehen, die Heldrastein-Beule hab ich damals, am Ende eines langen Tages, einfach ausgelassen und bin unten im Tal weitergeradelt.

      Beim Schreiben des Berichts habe ich mir schon gedacht, dass Leute die das erwandern oder komplett abradeln diese extremen Stellen auslassen müssen. Die Wegsuche und die extremen Steigungen sind einfach zu kräftezehrend wenn man länger unterwegs ist.

      Aktueller Track_ 03 SEP 2017 11_04 .kmz

      mal ein Google Earth Link wo ich da herum geirrt bin :D
      Da sieht man auch die Höhenmeter.
      Auf der Mühlenstrasse bin ich zu weit gefahren weil ich mir keine Punkte markiert habe.
      Gruss Andreas
    • onkel-howdy schrieb:

      Vielleicht saublöde Frage....aber kennst du die "Soviet Military Maps" App? Da sind sehr viele Schleichwegle von anno dazumal eingezeichnet die es heute ggf nichtmehr wirklich so gibt.

      Diese Karten waren schon vor 30 Jahren wegen der Typischen Sowjetischen Geheim ² Manie sehr ungenau.

      Heute kann man in Gegenden wie dem Grenzverlauf oder den ehemaligen Übungsplätzen die zu Naturschutzgebieten / Reservaten erklärt wurden, damit gar nichts mehr anfangen. Sobald die Wege nicht mehr genutzt werden, wachsen sie innerhalb weniger Jahre völlig zu.

      Selbst mit OSM Karten die ja von Leuten aus der Gegend einigermaßen aktuell gehalten werden, landet man öfters mal in Sackgassen wo es nur noch mit der Machete weiter geht.

      Ich war ein Pfiffig Kerlchen und habe ein Stück übersprungen wo ich das letzte mal aufgehört habe.

      Das war mir zu schwer. Radel ich doch mal gemütlich von Ifta zur A4 / Herleshausen hab ich mir gedacht.

      höhöhö

      Bei Ifta ist an der ehemaligen Grenze ein Parkplatz mit Gedenkstelle und noch einigen Resten der Grenzsperranlagen.
      Von da ausgeschildert sind auch einige Wanderwege. Von da sollte es los gehen.

      Zaun und der Betonierte KFZ Sperrgraben der ja sonst überall fehlt.





      Gleich am Anfang gab es nasse Schuhe.
      Der Weg war komplett zu gewachsen obwohl das ein ausgeschilderter Wanderweg ist 8|



      Statt Betonkeksen schmieriger Schlamm.
      Weder mit dem Rad noch zu Fuss nett wenn es so steil ist.



      Und danach musste ich da rauf:

      goo.gl/maps/TyGHpreyNkL2

      Da wollte ich schon abbrechen, einen anderen Weg gab es aber nicht und zurück war genauso Mist.
      Also da rauf :ach:

      Fast genauso steil wie es rauf ging, ging es auch wieder herunter.

      Und das war dann der Knaller.
      Weg gesperrt und keine Möglichkeit einen anderen Weg zu nehmen *kopfschlag*



      Freusel
      500 Meter wo man einfach mal radeln konnte, aber die Freude war nur kurz



      Achterbahn
      Man kann da aber nicht einfach runtersausen.
      Oft haben die schweren Forstfahrzeuge die Platten kaputt gefahren die ursprünglich mal für IFA, Robur und Trabi gebaut waren.



      Gedenkstelle





      Da bin ich zu Fuss rauf, weil da ist Sackgasse.
      Der Kolonnenweg fehlt und auch sonst erinnert dort nichts mehr an die Grenze.

      Gruss Andreas
    • Oben aufm Berch findet man nur alte Grenzsteine.

      GSW bedeutet Großherzugtum Sachsen -Weimar.

      Da geht es so steil zur A4 herunter das es dort keinen Kolonnenweg gab.



      Also um den Berch drum herum durch den Wald zur Führungsstelle



      Privat ?
      Wochenendhäuschen ?(


      Also schöne Aussicht hat man



      Zeit für ein Päuschen.
      Nach 16 km grüne Hölle hatte ich auch keine Lust mehr.
      Hose und Stiefel nass.
      Akku und Flasche leer.



      Für den Rückweg überließ ich die Streckenführung Frau Garmin.
      Klasse, man kann da auch gemütlich Radeln :thumbsup2:



      Aber nach wenigen km verfiel Frau Garmin wieder in alte Muster und schaltete um auf Abenteuermodus
      siff schlabber schmatz



      Und wie immer.
      Die zuständige Grenzkompanie zu diesem Abschnitt, Ifta.




      :trinken:
      Gruss Andreas
    • Moin

      Tag der Einheit

      Und was mach ich da ?
      Grenzpatrouille von Kirchgandern nach Freienhagen :D

      A38 Heidkopftunnel, Tunnel der Einheit

      goo.gl/maps/YNqQtiaP8312

      Obendrauf verlief früher der Eiserne Vorhang.



      Achtung ! Radfahrer auf der A38 Heidkopftunnel Fahrtrichtung Göttingen



      Grenzkompanie Rustenfelde, jetzt eine Grundschule.







      Auf dem Heidkopf wurde wegen Naturschutz der Plattenweg komplett entfernt.
      Die Strecke gleicht einem Offroadparcour und ist sehr anspruchsvoll zu fahren.
      Schwerer Lehmboden und teilweise blanker Sandsteinfels.
      Für Leute die mit Autos da rauf müssen weil sie dort arbeiten bei Nässe teilweise lebensgefährlich 8|







      Da hatte ich ziemlich die rote Hassmütze auf.
      Der Weg ging ja direkt daran vorbei und drumherum gab es wieder nix X(

      Nach Niedersachsen durch den Wald herunter gestürzt und anderen Weg im Westen gesucht. War ein ziemlich großer Umweg X(

      Der Weg der da zu sehen ist, er endete im Nichts.

      Gruss Andreas
    • Nach dem Irrweg wieder rauf auf den Berch.

      Juhu, da gehts lang und die Landschaft wird flacher.



      Hier wird intensive Landwirtschaft betrieben.
      Der Kolonnenweg fehlt und man muss dauernd auf die Karte schauen wo es weiter geht.



      Ah, wieder ratratratrat Betonkekse



      Suuuper Betonkekse mit Walfischdreck und Algengrütze :thumbsup2:

      Kennt ihr das Geräusch wenn man mit einem Löffel in völlig aufgeweichte Corn Flakes patscht ?
      So hört sich das an wenn man da drüber fährt :D



      So wird das nix mit Premium Urbexer / Biker
      Meine Klamotten sahen genauso aus :biggrin1:



      Grenzkompanie Freienhagen



      Da herunter über den Alarmweg und zurück zum Auto.

      Whats next :biggrin1: :grins: :D
      Gruss Andreas
    • Moin

      Original Aufnahmen aus 1978 von der Westseite der Grenze gefilmt.

      Im Film zu sehen auch einige Passagen die ich hier fast 40 Jahre später vorgestellt habe.

      Eine Doku wie das früher eben üblich war, ohne Sensationen, ruhig erzählt, ohne hektische Schnitte.

      Auch das gezeigte Verhalten der DDR Grenzsoldaten mutet heute sehr seltsam an.

      Gruss Andreas
    • Moin

      Ich war mal wieder Grenze.

      Diesmal war das Motto:
      Die Tour der Leiden

      Routine, teilweise schlecht vorbereitet und echt abgedrehter Naturschutz haben die Fahrt ziemlich erschwert.

      Ich entschuldige mich schon mal bei allen Häschen, Feldhamstern, Rehen, Schafen und eventuellen Spaziergängern die sich vor dem alten fluchenden zornigen Mann erschreckt haben :/

      GÜST Bömenzien Aulosen
      da ging es los über das Dreiländereck Sachsen Anhalt, Brandenburg Niedersachsen die Elbe rauf die ab da Grenzfluss war.



      Ratratrat, kennt man ja ....



      Mahnmal Streesow mit einer Darstellung der Grenzsperranlagen.



      Irgendwo dahinten, im Flutungsbereich der Elbe, Schnackenburg Niedersachsen



      Ratratrat ins Dreiländereck. Links Niedersachsen, vor mir auf der anderen Elbseite Brandenburg und der Plattenweg ist in Sachsen Anhalt.



      Ein altes Wehr, lag laut Karte genau auf der Grenze.



      Zeit für Frühstückspause :essen: :bierher:



      Auf nach Schnackenburg.
      Der Plan war, im Westen die Elbe rauf zu radeln und im Osten wieder zurück.

      Gruss Andreas
    • Kleines Grenzmuseum in Schnackenburg



      Ein Patroullienboot der Grenztruppen die zusätzlich zu den Massiven Grenzsicherungen noch auf der Elbe Streife fuhren.
      Wie fast überall wo ein Fluss die Grenze bildete, gab es Streitigkeiten zwischen der Bundesrepublik und der DDR um den genauen Verlauf der Grenze und wer den Fluss wie nutzen durfte.



      Kommandoturm vom Westen aus gesehen



      Fähre bei Höhbeck Lenzen.
      Innen Osten rübergemacht für 2 Euro.
      Soviel Spass für wenig Geld :thumbsup2:



      Blick vom umgebauten BT 9 Grenzturm auf die Elbe
      Mittagspause 8)



      Auf dem neuen Elbdeich mit Rückenwind :thumbsup2:



      Halt Moment.
      Der Grenzzaun war damals wo anders und neu mit Rückenwind kann jeder.
      Auf den alten Deich an der Elbe lang.



      Alter Deich wegen Naturschutz unterbrochen.
      Deich gesperrt mit Elektrozaun und ne Schafherde drauf.
      Wat nu ?



      Den ganzen Weg wieder zurück.
      War nicht schön, aber die richtige Entscheidung. Der Schäfer hatte vergessen ein Schild aufzustellen das die Herde von Schutzhunden bewacht wird.
      Die hätten mich vom Rad geholt wenn ich einfach durch die Herde gefahren wäre 8|

      Den Turm den ich von der anderen Seite gesehen hatte, konnte ich dann doch über einen kleinen Pfad erreichen.
      Da hatte der Schäfer auch sein Warnschild aufgestellt :rolleyes:
      Die Hunde haben die selbe Farbe wie die Schafe und liegen dazwischen wenn sie gerade nix zu tun haben.
      Da bekommt man einen schönen Schrecken wenn die an den Zaun gesaust kommen.





      Und mit der Fähre wieder nach Schnackenburg innen Westen rüber.
      Diese Fähren gab es natürlich zu Zeiten der Teilung nicht.



      Bald gehts weiter....
      Gruss Andreas
    • Dieses Teilstück von Arendsee bis Bömenzien konnte ich direkt vom Campingplatz anfahren :thumbsup1:
      Leider war die doch recht lange Zufahrt zum Kolonnenweg von schweren Forstfahrzeugen ziemlich kaputt gefahren X(



      endlich ratratrat



      Das ganze Stück steht unter der Fuchtel vom BUND.
      Ich weiss nicht was in deren Köpfen vorgeht.
      Kein Mensch kommt da hin weil alles zuwuchert.
      Das ist weder für Wanderer, noch für Tierliebhaber noch für Geschichtsinteressierte interessant. Das ist einfach nur ein Kilometer langer verdammter Gestrüppdschungel.
      Das Fichtenzeug was den ehemaligen Grenzstreifen überwuchert wächst teilweise bis in den Weg hinein.





      Wenigstens mal ein paar km mit den geschlossenen Platten.
      Man fährt aber nur durch einen Tunnel aus undurchdringlichem Gestrüpp und sieht eigentlich sonst nichts.



      Raus aus dem Dschungel, Grenzturm bei Bömenzien



      Mal wieder Zaun



      Der Weg endet hier und auf dem Grenzstreifen weidet eine Kuhherde. Im Westen auch eine Weide, also hier Abbruch und wieder zurück.



      Im Bogen zurück durch Niedersachsen.
      Hier haben die Stürme der letzten Zeit noch mehr zugeschlagen und die Wege sind von den Holzrückern schwer beschädigt.

      Endlich wieder am Grenzstreifen findet man einen als BGS Streifenweg ausgeschilderten Wanderweg auf der Niedersächsischen Seite.



      Ganz toll, nach wenigen km sieht das ganze so aus, kein Vorwärtskommen mehr.



      ich glaube ich lasse den Quatsch und haue ab nach Takatuka Land :thumbsup2:

      Gruss Andreas
    • Moin

      Ich bin dann doch nicht ins takatuka Land, sondern habe nördlich von Salzwedel weiter gemacht.
      Nur meine Tarnkappen Urbex Sicherheitsmütze musste ich gegen einen Safarihut tauschen weil ich Sonnenbrand auf den Ohren hatte :D



      Gleich zu Anfangs ein Erfolgserlebnis.
      Die dort vermutete Sowjetische Grenzbeobachtungsstellung auf Anhieb am Rande eines Waldstückes gefunden.



      Viel sieht man nicht mehr, aber die Spuren sind unverkennbar und Typisch.
      Stellungen, Laufgräben und diesmal wieder eine Spezial Unterkunft.



      Das war es dann aber auch an Erfolgserlebnissen.
      Startpunkt des Kolonnenweges bei Hoyersburg an einem Komandoturm



      Nanu ? Keine Platten ?
      Komisch, aber ich bin erst mal weiter



      Nicht nur keine Platten, auch keine Brücke über die Jeetze



      Die Brücke der Grenztruppen ist weg.
      Wenn ich mal genauer geschaut hätte, man kann es bei google sehen :ach:
      Aber nicht nur die, auch die etwas weiter für die Wartung der Erdgasfördersonden.

      Von den Bohrungen nach Erdgas hat ein Kollege mir vor 15 Jahren erzählt.
      ( jaja, wenn die Alten erzählen ;) )

      Die DDR hat da auch direkt einen Steinwurf von der massiv bewachten Grenze nach Erdgas gebohrt.
      Mein Kollege dufte da nicht hin weil er seine Wehrpflicht bei den Grenztruppen abgeleistet hatte.
      Er war zwar ganz woanders, hatte aber eben doch spezielle Kenntnisse über die Grenzsicherungsanlagen.

      Gruss Andreas
    • Irrfahrt durch den Erdgasfördersonden Wald. Das hat mir den Rest gegeben und ich hatte wirklich 0 Bock mehr.
      Die Bilder sind in der konfusen Reihenfolge wie ich gefahren bin und nicht von Ost nach Westlicher Richtung wie eigentlich die Fahrstrecke gewesen wäre.

      100 % Offroad
      Statt ratratrat trotz Trockenheit tiefer torfiger Schlamm



      Indiana Jones Bridge



      Super, Plattenweg zuende
      Kuhherde drauf, links und rechts Sumpf und tiefe Entwässerungsgräben





      rrrrrrrrrttttttt
      Der einzig fahrbare Weg, der Erdgasfördersondenhighway. Der Kolonnenweg ist komfortabel gegen diese über die Jahre verschobenen Platten.
      Der Weg führte mehr oder weniger zur Grenzkompanie Seebenau



      GÜST Seebenau / Bergen
      war das schön mal etwas normalen Radweg zu fahren



      Statt über normale Strassen zurück zu fahren hatte ich die fixe Idee wieder auf den Kolonnenstreifen Richtung Auto zu fahren.
      Saublöde Idee. Betonkekse weg, da ist jetzt ein Reitweg
      Ein Panzer oder ein Bagger sind glaube ich das einzigste was auf einem Reitweg noch fährt ohne das einem der Kit aus der Brille fällt X(



      Über viele Umwege zum Turm Nördlich von Seebenau
      Die Wege dort sind fast alles Sackgassen die entweder auf Felder oder zu den Gasfördersonden führen.



      Das war es dann erst mal......
      Gruss Andreas