Peenemünde

    • Moin

      Ein Museum was meine Erwartungen bei weitem Übertroffen hat.

      Als Technikbegeisterter war man ständig zwischen faszinierten Erstaunen und Stirnrunzeln.

      Das Museum macht natürlich schon allein durch den 30 Meter hohen Kraftwerksbau der ehemaligen Versuchsanlage Peenemünde etwas her.
      Das ist kein neumodisches Stahlglasbeton Gebilde sondern ein Zweckmäßiger gewaltiger Klotz wo es wenn man rein geht immer noch nach Kohle, Asche, Maschinenöl und Schmierfett riecht.

      Kraftwerk mit dem Kohleplatz und der Kohleförderbrücke im Vordergrund.



      Die Verbunkerte Schaltwarte einige Meter weg vom Kraftwerk womit die Anlage Ferngesteuert wurde.
      Heute der Besuchereingang.







      Der Kohlebrecher der feinste Schlesische Steinkohle zum fressen bekam.
      In der DDR wo das Kraftwerk mit diversen Umbauten noch bis 1990 in Betrieb war wurde der Brecher leider Arbeitslos weil es in der DDR fast nur Braunkohle gab.



      Die Turbinenhalle.
      Die Dampfturbinen und Generatoren fehlen leider







      Kraftwerkshallen habe ich ja schon ein paar gesehen. Aber die waren alle ohne jegliche Einbauten.
      Klasse hier mal so ein Kohlekraftwerk in der Leistungsklasse mal fast Vollständig zu sehen :thumbsup1:



      In Sichtweite noch ein Kraftwerk ausser Betrieb.
      Das AKW Greifswalde.

      Gruss Andreas


      Runter von der Couch Tour 2017 :weg:
    • Der Teil der sich mit der Versuchsanstalt beschäftigt.

      Getestet wurden da auch andere Raketen und Triebwerke aber die V1 und V2 sind wohl die bekanntesten.
      Unter anderem hat man da schon Versuche mit Flugabwehrraketen gemacht.

      Eine original S Bahn mit der die Mitarbeiter von den Ortschaften direkt in die Versuchsanstalt gefahren sind.



      Die V 1
      Salopp gesagt, viel Lärm um nix. Eine Propagandawaffe deren Ruf sich bis heute hält.
      Die Propaganda hat super Arbeit geleistet, das Gerät selber war eher nicht wirklich zu gebrauchen.



      Aggregat 4
      Vom Propaganda-Großmaul schnell in V2 umbenannt.
      Ein wirkliches High Tech Gerät aber zu der Zeit eigentlich noch im Grundlagenforschungsstadium.
      Eine furchtbare Waffe weil man zu der Zeit keine Möglichkeit hatte sie zu bekämpfen.
      Zum Glück hatte man auch noch keine Möglichkeit sie zielgenau zu steuern.



      Der Mischer für den Treibstoff im Aggregat 4



      Dampf-Turbopumpe die den gesamten Treibstoff der Rakete in 1 Minute in das Triebwerk gedrückt hat.



      Komplettes Triebwerk Aggregat 4



      Elektrofeinmechanisches Wunderwerk in Serienfertigung. Zum Steuern einer Rakete dann doch etwas sehr einfach.
      Steuergerät einer V1 bestehend aus 3 Lagekreiseln und einem Höhenmesser.
      Eine Kursvoreinstellung war also nur sehr grob möglich.





      Ein Modell von Prüfstand XII
      Eine gewaltige Anlage von der leider bis auf die Abgasschure nichts mehr da ist.
      Dieser Test- und Startplatz ist bis heute das Vorbild für moderne Raketenstartplätze.



      Die Halle zur Vormontage der Raketen war mit 30 Meter genauso hoch wie das Kraftwerksgebäude.
      Dort wurde übrigens bis Winter 45 unter Aufsicht der Amerikaner noch fleissig weiter mit dem verbliebenen Personal und Baugruppen getestet.



      Ein Besuch der sich lohnt, wenn man mal in der Ecke ist :thumbsup1:
      Gruss Andreas


      Runter von der Couch Tour 2017 :weg: