KZ Langenstein-Zwieberge

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    • KZ Langenstein-Zwieberge

      Hallo,

      am WE eine schöne Tour nach Sachen Anhalt unternommen. Zunächst Freitag das KZ Langenstein-Zwieberge besucht. Zuerst eine Erklärung aus Wikipedia:

      Das Konzentrationslager Langenstein-Zwieberge war ein Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald. Vom April 1944 bis zum April 1945 waren hier insgesamt mehr als 7000 Häftlinge aus mindestens 23 Ländern inhaftiert. Im Jahre 1949 wurden am Ort der Massengräber ein Mahnmal und Gedenktafeln eingeweiht. Seit 1976 gibt es auf dem Gelände der Gedenkstätte ein Museum.

      Die Geschichte dieses Konzentrationslagers begann am 21. April 1944, als eine Gruppe von 18 Häftlingen aus Buchenwald, unter ihnen der spätere Lagerälteste Hans Neupert, eintraf. Ihr Unterbringungsort war die Kegelbahn des „Landhauses“, eine Ausflugsgaststätte, die unmittelbar an den Thekenbergen lag. Weitere größere Transporte, besonders aus dem Stammlager Buchenwald und aus Neuengamme sollten diesem „Vorauskommando“ folgen. Als diese Unterbringungsmöglichkeit bald nicht mehr ausreichte, wurde ein Teil der Häftlinge in die Feldscheune „Am kleinen Holz“ am Ortsausgang von Langenstein verlegt. Bald befanden sich dort über 700 Häftlinge, so dass nach neuen Unterbringungsmöglichkeiten gesucht werden musste.

      Den Hauptgrund für das Sterben der Häftlinge in Langenstein-Zwieberge bildete eine Methode, die als „Vernichtung durch Arbeit“ bezeichnet wurde, auch in anderen Konzentrationslagern Anwendung fand und auf einem Kreislauf der „indirekten Massenvernichtung“ beruhte. Bei Arbeitszeiten von bis zu 12 Stunden pro Tag wurde nur minimale medizinische Versorgung gewährt. Die stetige Verschlechterung der Ernährungslage führte zu körperlicher Entkräftung, vermehrter Anfälligkeit für Infektionen und somit reduzierter Arbeitsleistung. Dies zog eine brutalere Behandlung durch Kapos, Vorarbeiter oder SS-Bewacher nach sich.

      Das Konzentrationslager bestand formal aus drei Kommandos. Das größte Kommando trug den Namen Malachit und hatte die Aufgabe ein unterirdisches Stollensystem in den Thekenbergen zu erschaffen. Es bestand aus insgesamt mehr als 6000 Häftlingen, die im „Großen Lager“ untergebracht waren. Durch sie wurde innerhalb von 10 Monaten in den Thekenbergen ein Stollensystem von etwa 13 km Länge mit einer Gesamtfläche von 67.000 m², geplant waren 72.000 m², geschaffen und teilweise für eine spätere Produktionstätigkeit ausgebaut. Das Kommando „Junkers“ (Malachit AG) sollte in den letzten Kriegsmonaten mit seiner Produktionstätigkeit als Zulieferer im Rahmen des „Jäger- und A 4-Programms“[3] beginnen. Vermutlich war die Produktion von Motorteilen für Düsenjäger geplant. Obwohl Maschinen teilweise installiert waren, kam es nie dazu. Die Häftlinge, die aus Aschersleben, Niederorschel, Langensalza und den Junkers-Werken Halberstadt nach Langenstein-Zwieberge gebracht worden waren, wurden ebenfalls beim Ausbau der Stollen und in den anderen Arbeitskommandos eingesetzt. Alle 869 Häftlinge dieses Kommandos wurden im „Kleinen Lager“ untergebracht. Das Kommando „Maifisch“, dem 200 Häftlinge angehörten, sollte einen Stollen für die Firma Krupp in den Hoppelberg treiben. Dieses Projekt wurde sehr schnell wieder aufgegeben, da dieser Hügel als ungeeignet empfunden wurde. Die Häftlinge wurden Ende Januar 1945 in das Kommando „Malachit“ eingegliedert. Des Weiteren verfügte das Lager über drei Außenkommandos: Hecklingen (Oktober-November 1944), Wernigerode (Oktober 1944-April 1945) und Magdeburg (März-April 1945).

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      Es ist von grundlegender Bedeutung, jedes Jahr mehr zu lernen als im Jahr davor. Peter Ustinov (1921-2004)
    • Es ist von grundlegender Bedeutung, jedes Jahr mehr zu lernen als im Jahr davor. Peter Ustinov (1921-2004)
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      Die Todeskiefer, April 2014. Der Baum ist seit den 1960ern abgestorben.


      Die außerhalb des Lagers, aber dicht hinter dem Lagerzaun stehende „Todeskiefer“ diente der Erhängung von Flüchtlingen. Die Folterungen und Hinrichtungen fanden vor den Augen der nicht gerade im Arbeitseinsatz befindlichen Häftlinge statt. Manchmal mussten die Lagerinsassen ihre Kameraden sogar selbst hängen. Die anderen Inhaftierten wurden gezwungen, das Tötungsritual von der Innenseite des Lagerzauns mit anzusehen.
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