Gedenkstätte Stammlager III A

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    • Gedenkstätte Stammlager III A

      Das Stammlager III A war ein Stammlager für Kriegsgefangene der Wehrmacht im brandenburgischen Luckenwalde. Es wurde vom Wehrkreis III (Berlin) verwaltet.

      Die Funktion des Stammlagers war es, die Neuankömmlinge zu erfassen, ihren körperlichen Zustand festzustellen und sie dann auf die verschiedenen Arbeitskommandos zu verteilen. Bis zu 1000 verschiedene Arbeitskommandos, meist in der Land- und Forstwirtschaft oder der Industrie, gab es in Berlin und Brandenburg. Im Stammlager selbst waren immer nur zwischen 4000 und 8000 Kriegsgefangene untergebracht. Insgesamt durchliefen ungefähr 200.000 Kriegsgefangene aus zehn Nationen das Lager.

      Nach dem bisherigen Kenntnisstand starben im Stalag III A ca. 4.000 - 5.000 Gefangene. Allein im strengen Winter 1941/42 sind bei einer Fleckfieberepidemie rund 2.000 bis 2.500 tote sowjetische Gefangene zu beklagen. Noch im Frühjahr 1942 wurden die sowjetischen Gefangenen zunächst nur begrenzt zur Arbeit eingesetzt, da sie in äußerst schlechter körperlicher Verfassung ankamen und erst gesundheitlich stabilisiert werden mussten. Die Sterblichkeit der sowjetischen Gefangenen war gerade im Vergleich mit der anderer Nationen außerordentlich hoch. Die Todesursachen der nicht sowjetischen Gefangenen waren vielfältig, meist jedoch verstarben sie an Infektionskrankheiten, insbesondere an Tuberkulose. Vereinzelt wurden in den Sterbeurkunden unnatürliche Todesursachen verzeichnet. Dazu zählten Selbstmord, Erschießung auf der Flucht oder Versterben infolge einer Verletzung oder eines Arbeitsunfalls. Nicht sowjetische Gefangene wurden im Todesfall mit militärischen Ehren auf dem Stalag-Friedhof in Einzelgräbern bestattet. Die sowjetischen Toten wurden anonym in Massengräbern
      begraben.

      Am 22. April 1945 befreite die Rote Armee die Insassen des Lagers.

      Das Friedhofsgelände hat eine Gesamtgröße von ca. 7.500 m² undgliedert sich in vier Teilbereiche. Es wird vom Heimatmuseum Luckenwalde gepflegt.
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