U-Boot Bunker "Valentin", Bremen

    • U-Boot Bunker "Valentin", Bremen

      Der Bunker war für den U-Boot-Bau vorgesehen. Von der Grundfläche her ist es der größte freistehende Bunker in Deutschland (auf Wikipedia wird die Fläche mit über 35.000 qm angegeben). Die U-Boote sollten im Bunker montiert werden, dort zu Wasser gelassen werden und von dort aus direkt in die Weser fahren können.

      Der Bunker hat im Zweiten Weltkrieg einige schwere Treffer kassiert (siehe das Bild mit dem Loch in der Decke). Öffentlich zugänglich ist er meines Wissens nach nicht. Bis vor etwa 3 Jahren wurde er als Depot der Bundeswehr genutzt.

      Ja, ich war drin, sogar mit Führung. Über die Hamburger Unterwelten lief das damals.
    • Ich hatte mal das Glück, noch zur Zeiten der Nutzung durch die Marine da drin zu sein. Mein Vater hatte dazu Kontakte aufgebaut und war mit einer Schulklasse da, wo ich mich anschließen durfte. Somit konnte ich sowohl das eine Drittel, das als Lager genutzt wurde, wie auch die restlichen 2/3, mit dem "toten Mann" von innen sehen. Das ist aber... ca. 20 Jahre her.
      Es gab dann auch mal die Theaterinszenierung "Die letzten Tage der Menschheit", die IN dem Bunker aufgeführt wurde. Die habe ich leider nicht angesehen. Schade eigentlich, denn die Kulisse kann bedrohlicher kaum sein.
    • Ich bin dann auch endlich mal dort gewesen ....ich muss sagen haben die echt super gemacht mit dem Rundgang dort
      Einfach Gigantisch dieses Bauwerk....
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    • U-verlagert schrieb:

      Es wurde ja nie fertig gestellt.....und die Bombenlöcher stammen ja von Bombentests der Amys nach dem Krieg

      Das ist leider so nicht ganz richtig:

      Anfang 1943 begann die Flächenbombardierung Bremens und der Werften Deschimag AG Weser und Bremer Vulkan. Der Bunker wurde nicht bombardiert, obwohl der Baufortschritt den Alliierten durch Luftaufklärung bekannt war. Vermutlich war es ihnen wichtiger, dass die Baustelle Material und Arbeitskräfte band, beides somit der Herstellung von Rüstungsgütern entzogen wurde. Erst kurz vor Inbetriebnahme, als der Bunker zu etwa 90 % fertiggestellt war, wurden zwei Luftangriffe auf ihn geflogen.
      Der erste der beiden Angriffe erfolgte am 27. März 1945 durch 18 speziell ausgerüstete Bomber vom Typ Lancaster B Mk.I (Special) der Royal Air Force, die mit 13 Grand Slams (je 10 t), vier Tallboys (je 5,4 t) und zwölf 454-kg-Bomben bewaffnet waren. Zwei Treffer sind zu verzeichnen, zwei Grand Slams drangen etwa 2 m tief in die – in der ersten Ausbaustufe befindliche – 4,5 m starke Decke ein. Beide rissen jeweils ein Loch von etwa 8 m Durchmesser in die Bunkerdecke, von denen eines in nebenstehender Abbildung mit heraushängender Armierung, im Volksmund seiner Form wegen heute „Toter Mann“ genannt, zu sehen ist.
      Die Bauarbeiten wurden daraufhin eingestellt. Am 30. März 1945 erfolgte ein Angriff der US Army Air Force, deren 2,5 t schwere Bomben dem Bunker zwar nichts anhaben konnten, aber die umliegende ungeschützte Infrastrukturzerstörten und das Baggerschiff versenkten, welches den Durchbruch zur Weser freimachen sollte. Die Bauarbeiten wurden nicht wieder aufgenommen, und selbst die Aufräumarbeiten nach den Angriffen wurden eine Woche später abgebrochen.