Prologue to the Infotainment Series “Lost Places”

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    • Prologue to the Infotainment Series “Lost Places”

      Hallo,


      einige kennen mich als filmenden Explorer oder nehmen mich gar als Technik-Nerd war, der mit viel zu viel Krempel in diverse Lost Places zieht. Gesehen hat man von mir sehr wenig. Eher nur Beiwerke, erste Tests um zu sehen was ich mit dem Material anfangen kann. Die ersten Filme entstanden 2011 und 2012. Danach lange nichts mehr. Diese Filme würde ich auch heute nicht mehr zeigen. Man entwickelt sich ja weiter, Geschmäcker haben sich verändert. Man hat dazu gelernt. Und auch die Hardware - also die Technik hat gigantische Schritte gemacht.
      Ich hatte dann aber jahrelang das Luxusproblem dass meine Auftragslage als selbstständiger Kameramann/Producer sehr gut war, beinahe untypisch für diese Branche. So konnte ich mir zwar oft Touren leisten um gefühlt 1 Millionen Stunden Rohmaterial zu sammeln, aber hatte dann nie die Zeit (und auch keine Lust mehr) mich wochenlang hinzusetzen um eine Episode zu schneiden.
      Dank den Wirren der DSGVO hatte ich ab dem 2. Quartal eine eher bescheidene Auftragslage und ich konnte mich endlich mal meinem Projekt widmen.
      Geplant ist eine 12-episode Infotainment-Serie mit dem simplen aber treffenden Namen "Lost Places". Der Name umschreibt auch um was es geht.

      Eigentlich wollte ich einen 3minütigen Trailer schneiden. Ich habe aber nach einigen Tagen am Schnittplatz gemerkt: Ich kann ein Thema, dessen Vorzüge unter anderem aus einer angenehmen Entschleunigung besteht nicht in einen kurzen Trailer packen. Kann ich schon, aber mir war erstmal wichtig den emotionalen und abenteuerlichen Aspekt dieser Leidenschaft zu vermitteln. Ich wollte die Dinge aus MEINER Sicht darstellen. Wie ich dazu gekommen bin und warum ich gerade für diese Passion so brenne.
      Daher habe ich quasi eine Einleitung, einen Prolog für alles was noch kommen mag, geschnitten. Ich hoffe es ist mir gelungen die Faszination mit Worten und Bildern einzufangen. Denn ich kann ohne Übertreibung sagen: Diese Leidenschaft hat wahrlich mein Leben verändert.
      Dabei stelle ich meine Person vor, meine Passion, meine Tourbegleiter bzw. das zukünftige "Team" und gebe einen Einblick wie die Serie visuell später aussehen soll.
      Die einzelnen Episoden sind dann später thematisch unterteilt, es finden historische Aufarbeitungen statt. Es gibt Schulterblicke, die vermitteln wie wir diese Orte infiltrieren (ohne selbstredend zu viel zu verraten) und erleben, reflektieren darüber in persönlichen Interviews, befragen Zeitzeugen, besuchen Archive etc.
      Beim rechtlichen Aspekt bezüglich begangener Besitzstörungen und Urheberrechtsfragen spielt mir in den meisten Fällen die Zeit in die Hände.

      Der Prologfilm geistert schon seit ein paar Wochen bei Facebook herum. Das Echo war überraschend positiv. Durchgehend positiv, was mich sehr überrascht hat. Ich habe ehrlich gesagt mit einem kleinen bis mittelgroßen Shitstorm gerechnet, aber selbst auf zigfach geteilten Beiträgen von Leuten die mich gar nicht kennen (und sich deswegen auch nicht gut mit mir stellen müssen/wollen) wurde nichts negatives geschrieben. Vielleicht hat ja hier jemand Bock ;)
      Lost Places-Videos sind ja leider eher negativ stigmatisiert. Eben durch das ganze Klickbaiting bei Youblöd. Mit den aufregenden Titeln und versprochenen Kinderleichen etc. Wir kennen sie alle.

      Die Serie ist bereits auf halbem Weg "gekauft". Bewusst in Anführungszeichen. Da ich Industriefilmer bin bin ich in der TV-Welt als Executive Producer ein Niemand. Habe quasi null Vertrauensvorschuss. Daher gehe ich den Weg und arbeite mit einer kleinen aber etablierten Produktionsfirma für TV-Content zusammen, die aber nur rechtliche Fragen, Motivablösen etc. und die Adaption in den Sendeplatz regelt. Ich trete dann quasi als Line Producer, Autor, Regisseur, 1. Kameramann, Schnittmensch und auch mehr oder weniger als Darsteller bzw. Protagonist auf. Die Produktionsfirma ist sehr guter Dinge dass die das Format an einen interessanten Sender verkauft bekommt. Ich bin erstmal gedämpft optimistisch. Die nächsten Wochen werden wohl viel entscheiden.

      Ursprünglich wollte ich in der eigentlichen Serie nur sehr zurückhaltend auftreten. Der Prolog sollte eigentlich eine Ausnahme sein, weil ich hier sehr subjektiv über meine oder unsere Passion spreche, ähnlich wie Schriftsteller einen Roman im Prolog mit persönlichen Worten und selbst Erlebtem einleiten. Die Produktionsfirma fand aber gerade die Behind-the-Scenes Shots und die sehr persönlichen Reflektionen sehr ansprechend im Mix zu den aufwendigen Kamerafahrten. Ich bin zwar wirklich nicht der allerbeste Sprecher, aber in dem Fall siegt wohl Authentizität über Finesse.

      Gedreht wurde wie man manchmal sieht sehr aufwendig. Also in der Regel nicht mit filmenden DSLRs, sondern mit digitalen Cine Cams in 4k Raw. Mit Gimbals und Steadicams. Drohnen etc. Es war oder ist immer eine kleine Materialschlacht und erspart mir den Weg ins Fitnessstudio ;) 40 Kilo am Mann waren speziell 2014 und 2015 keine Seltenheit. Dank fortschreitender Technik bin ich aktuell glücklicherweise ein wenig leichter und kompakter unterwegs, aber "A Walk in the Park" sieht nach wie vor anders aus.

      Viele der Lost Places die hier gezeigt werden sind keine Exoten. Meist sehr bekannt und einige gibt es auch schon nicht mehr. Ich will mit dem Film auch keine "Urbexer" mit den neuesten Lost Places beeindrucken, sondern eher die breite Masse mit bekannten Klassikern. Denn die breite Masse kennt diese nicht und die Klassiker sind nun mal die Orte die sehr beeindrucken, auch wenn einige das vielleicht anders sehen mögen.

      Lang geschwafelt, hier der Link zum PROLOGFILM - KEIN TRAILER. Das Ding dauert 16 Minuten.



    • ich hab bock! technisch kann ich nicht viel sagen, das wirkt alles qualitativ sehr hochwertig und ansprechend, ich hätts aber auch besser gefunden, wenn der fokus tatsächlich stärker auf der thematik, die der titel suggeriert, gelegen hätte. am ende vom video dacht ich mir eher: wow, da findet sich jemand ganz schön geil, und nicht: wow, geile orte.
      "Unpolitisch sein heißt politisch sein, ohne es zu merken."
      Rosa Luxemburg
    • Viel Erfolg kann man nur wünschen. Wie bekannt, stehe ich der medialen Verbreitung des Urbexens eher skeptisch gegenüber, was ich früher ausgiebigst bissig breitgetreten habe - aber man wird ja älter... und mittlerweile kann man diese Entwicklung nicht mehr aufhalten. Dann wenigstens auf gehobenem Niveau, wenn es denn sein muss. Technisch auf jeden Fall auf einem Level, welches ich so (mit Schichtarbeit und dem ganzen als Hobby) niemals erreichen werde und wirklich bewundere - Hut ab.

      Ansonsten: Nochmals viel Erfolg.
    • karakuji schrieb:

      ich hab bock! technisch kann ich nicht viel sagen, das wirkt alles qualitativ sehr hochwertig und ansprechend, ich hätts aber auch besser gefunden, wenn der fokus tatsächlich stärker auf der thematik, die der titel suggeriert, gelegen hätte. am ende vom video dacht ich mir eher: wow, da findet sich jemand ganz schön geil, und nicht: wow, geile orte.
      Das war ehrlich auch meine größte Sorge dass es narzisstisch rüberkommt. Daher mein Einwurf ich hätte nen Shitstorm erwartet. Grade in der Urbexszene wird man ja schnell als Selbstdarsteller abgewatscht. In den ersten Versionen sah man mich fast gar nicht. Teilweise nur von hinten wie ich auf Gebäude zu gehe. Der Ton war nur als OFF-Kommentar angelegt. Ich habe die verschiedenen Versionen regelmässig Testzusehern vorgeführt mit Bitte um ehrliche Meinungen. Dabei waren in der Regel keine Urbexer. Erstes Resultat war: Meine Sprechweise trägt keinen Off-Kommentar. In einer Interview-Situation in der man den Sprecher sieht verzeiht man Defizite bei der Sprachqualität. Und alle Testzuseher meinten: "Hey, Du sprichst von Dir und Deiner Leidenschaft. Man sieht Dich aber nie. Das interessiert uns aber. Was machst Du da? Wie kommst Du rein? Wir sehen Deine Leidenschaft nicht."
      2 Testzuseher sind selbst im Medienbusiness. Eine davon Redakteurin. Es waren also keine Laien die da rumgenörgelt haben.
      So wurden es mit jeder Version mehr Aufnahmen von mir und meinen Freunden. Und jeder fand es immer besser. Ich meinte aber immer: Die Leute in der Urbex-Szene werden mich dafür hassen. Eine befreundete Redakteurin sagte dass ich das einfach vergessen soll. Diese Serie ist ja nicht für Urbexer gedacht. Auch wenn wir das Gefühl haben es werden immer mehr und mehr. Die Urbexszene ist eine winzige Nischengruppe. Die meisten Menschen wissen immer noch nicht was Urban Exploring ist. Im Sinne von entscheidenden Einschaltquoten wäre eine Sendung für Urban Explorer die größte Fehlinvestition. Daher ist auch der Prologfilm schon für die eher breite Masse einer kulturell interessierten Zielgruppe angelegt.
      In meinen Filmen von 2011 und 2012 sieht man mich oder überhaupt andere Personen keine einzige Sekunde. Und die einzigen die sich diese Filme bis zum Ende angesehen haben waren nur Urbex-Verrückte. Für den Rest war es nach den ersten 2 Minuten zu langweilig. Unsere Sehgewohnheit bei Filmen diktiert einfach dass Protagonisten durchs Bild laufen, sprechen, handeln.
      In diesem Fall gebe ich Dir soweit recht dass ich natürlich sehr viel zu sehen bin. Das wird in den späteren Episoden weitaus geringer ausfallen. In diesem Film habe ich aber sehr subjektiv aus meiner Sicht gesprochen. Und wer weiss: Eventuell findet der auftraggebende Sender mich auch total scheisse und nur meine Schauspielerin kommentiert die Sendung. Damit hätte ich kein Problem sondern eher eine Sorge weniger.

      Lobo schrieb:

      Viel Erfolg kann man nur wünschen. Wie bekannt, stehe ich der medialen Verbreitung des Urbexens eher skeptisch gegenüber, was ich früher ausgiebigst bissig breitgetreten habe - aber man wird ja älter... und mittlerweile kann man diese Entwicklung nicht mehr aufhalten. Dann wenigstens auf gehobenem Niveau, wenn es denn sein muss. Technisch auf jeden Fall auf einem Level, welches ich so (mit Schichtarbeit und dem ganzen als Hobby) niemals erreichen werde und wirklich bewundere - Hut ab.

      Ansonsten: Nochmals viel Erfolg.

      Danke Dir.
      Das mit der medialen Verbreitung hat bei mir damals in den Anfangsjahren auch einen inneren Konflikt ausgelöst. Aber wie Du schon sagst ist der Zug mittlerweile - spätestens mit Facebook - einfach abgefahren. Jeder bringt irgendwie einen Kalender raus, ein Fotobuch, macht Ausstellungen, gibt Zeitungsinterviews und triggert die breiten Massen bei Facebook mit geilen Bildern aus Lost Places. Im Prinzip sind wir alle ein verlogener Verein. Klar könnte man jetzt sagen dass so eine Sendung logischerweise nochmal eine breitere Masse anspricht und es somit noch mehr Leute betreiben. Ich denke aber dass wir langsam die kritische Masse erreicht haben von Leuten die Spinner genug sind um irgendwo reinzukriechen und sich potenziellen Ärger einzuhandeln. Das merke ich alleine im Freundeskreis. Von denen sind alle interessiert, aber die würden für viel Geld nicht mitkommen. Zudem: Was hat eine größere Bandbreite als Facebook und Instragram? Eine Fernsehsendung wohl kaum. Nicht mehr in diesen Tagen....
    • Ich kenne selbstredend auch deine alten Filme, und schon die fand ich grandios, vor allem das Video aus dem Castello di Sarraceni, das mich echt geflasht hat.
      Habe zwar keine Ahnung von der Fillmtechnik, darf aber sagen, das deine Videos absoute Klasse sind, und sich wohltuend von vielem Abheben was man so in der Hinsicht zu sehen bekommt!

      Ansonsten wurde ja schon vieles hier geschrieben, wobei ich mich karakujis Meinung in keiner Weise anschliesse, ich denke du hast den Tanz auf der Rasierklinge sehr gut hinbekommen, und zumindest ich kann hier keinen eitlen Sebstdarsteller erkennen.
    • Das Video hat mich total fasziniert und ich hab ebenfalls immer noch Gänsehaut. Es ist phantastisch gemacht. Aber ich sehe es als auch "aktiver Urbexer" und daher sprichst Du mir damit aus der Seele, wohl deshalb ist es für mich so genial.

      Und nach mehrmaligen Anschauen des Films denke ich mir, warum muss man mit diesen - ich benutze mal die Wörter - geheimnisvollen, romantischem, wunderschönen, versteckten Orten - an die Öffentlichkeit gehen. Egal ob mit diesen idiotischen Filmen auf YT oder Dokus auf Pro7... erst das "an die Öffentlichkeit" gehen hat unser Hobby so hip gemacht - und damit zerstört.
      ------------------------------------------------------------------Abenteuer beginnen wo Pläne enden--------------------------------------------------------------------
    • xooxi schrieb:

      (....)

      Und nach mehrmaligen Anschauen des Films denke ich mir, warum muss man mit diesen - ich benutze mal die Wörter - geheimnisvollen, romantischem, wunderschönen, versteckten Orten - an die Öffentlichkeit gehen. Egal ob mit diesen idiotischen Filmen auf YT oder Dokus auf Pro7... erst das "an die Öffentlichkeit" gehen hat unser Hobby so hip gemacht - und damit zerstört.

      Wir schon gesagt war dass auch ein innerer Konflikt in der Vergangenheit. Ich begegne auf jeder Tour den Spuren und Resultaten der zunehmenden Publikationen und Anhänger dieses Hobbies. Aber wie auch schon mal gesagt: Wir sind da alle ein verlogener Verein. Jedes gepostete Bild, jedes gepostete Video weckt Begehrlichtkeiten. Danach wird nach Örtlichkeiten gesucht oder die Tauschbörse wird angeworfen (bei vielen nur letzteres) bis die Begehrlichkeiten befriedigt sind. Ich rede mir mein Projekt in der Form schön als dass ich sage: Meine Serie - sollte sie überhaupt irgendwann einmal laufen - wird vermutlich nicht wesentlich dazu beitragen dass es noch mehr Leute werden. Gegen Facebook und vorallem Youtube kann keiner mehr anstinken, auch keine Serie im TV, sollte sie noch so gute EInschaltquoten haben.
    • videodesaster schrieb:

      wird vermutlich nicht wesentlich dazu beitragen dass es noch mehr Leute werden. Gegen Facebook und vorallem Youtube kann keiner mehr anstinken, auch keine Serie im TV, sollte sie noch so gute EInschaltquoten haben.
      Sehe ich ähnlich. Die kritische Masse ist erreicht. Es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Lost Place und Fotografie-Begeisterten. Viele Menschen scheuen dazu das "Risiko" und den Aufwand unseres Hobbies. Nur wenige sind bereit ihre 4 Wochen Jahresurlaub am All-Inclusive-Strand von Mallorca gegen Schweiß, Insektenstiche und Dreck einzutauschen.

      Auch halte ich das reine Zeigen von Locations, bei der Vermeidung jeglicher Ortsangaben, immer noch für unkritisch - auch wenn jede Präsentation ganz klar zu vermehrter Suche führt. Wir sind halt dazu aufgefordert, zu entscheiden, welche Fotos man zeigt und welche Information man dazu preis gibt.

      95% der in den Tauschbörsen gehandelten Locations sind doch lokaler Trash. Klar, es taucht immer wieder mal eine besondere Location auf, um die es dann schade ist. Aber auch dafür ist nicht das Zeigen einer Fotoserie verantwortlich, sondern jemand, der eine Location an die falsche Person weiter gegeben oder zu viele Informationen bereit gestellt hat.
    • Ghost-Scooter schrieb:

      Nur wenige sind bereit ihre 4 Wochen Jahresurlaub am All-Inclusive-Strand von Mallorca gegen Schweiß, Insektenstiche und Dreck einzutauschen.
      das war auch immer meine Hoffnung, trotzdem erschreck ich mich, was für Gestalten zB. auf Kasernengeländen rumlaufen, wenn ich auf FB sehe, das dort ein Modepüppchen mit Minikleid und Flipflops ein Selfie aus einer Kaserne postet.
      ------------------------------------------------------------------Abenteuer beginnen wo Pläne enden--------------------------------------------------------------------
    • Ghost-Scooter schrieb:

      95% der in den Tauschbörsen gehandelten Locations sind doch lokaler Trash
      Ja.... Ich könnte sogar meine alte Gartenhütte angeben und 3000x Leute würden schreiben PN PN..... wow wo ist das aaaaaaaaaaber ->>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Die passen in das Schema...... Modepüppis.....

      Ghost-Scooter schrieb:

      echt? schicke Modepüppchen? ich sollte mich mehr in Kasernen rumtreiben.

      xooxi schrieb:

      das war auch immer meine Hoffnung, trotzdem erschreck ich mich, was für Gestalten zB. auf Kasernengeländen rumlaufen, wenn ich auf FB sehe, das dort ein Modepüppchen mit Minikleid und Flipflops ein Selfie aus einer Kaserne postet.
      @Ghost-Scooter Also der Plan wäre -> du veröffentlichst eine "Location" und die ganzen Püppis kommen zu dir.... spart Zeit und Arbeit... Gib einfach deine Adresse an :thumbsup2: :thumbsup2: :thumbsup2: :thumbsup2: (verschandel dein Wohnzimmer... ich besorge Moos im Wald und fertig ist der "LostPlace")
      Facebook
      -------------
      Flickr
    • xooxi schrieb:

      Ghost-Scooter schrieb:

      Nur wenige sind bereit ihre 4 Wochen Jahresurlaub am All-Inclusive-Strand von Mallorca gegen Schweiß, Insektenstiche und Dreck einzutauschen.
      das war auch immer meine Hoffnung, trotzdem erschreck ich mich, was für Gestalten zB. auf Kasernengeländen rumlaufen, wenn ich auf FB sehe, das dort ein Modepüppchen mit Minikleid und Flipflops ein Selfie aus einer Kaserne postet.

      :grins: Lieber das als diese Flecktarn-Idioten die Exploren mit Kriegsspielchen verwechseln. Ich hab jetzt auch schon mehr als einmal nakische Mädels aufm Stahlträger oder auf ner Schlosstreppe angetroffen. So lange die nicht mit Farbe rumklecksen stört mich das nicht.

      Aber ich habe eine ausgesprochene Abneigung gegen alles was mit Selfie-Sticks herumläuft entwickelt (obwohl ich die auch mal sehr selten mit ner Gopro einsetze). Erst recht wenn es dann so abläuft wie bei den bekannten Youtubern der Exploring-Szene. Will jetzt keine Namen nennen. Ich find die Entwicklung einfach nicht gut um es dezent auszudrücken. Unsere Passion ist eher etwas Entschleunigtes abseits von Kommerz, von "laut" und fetten Schlagzeilen. Youtube-Thumbnails mit blutroter Schrift und wilden Versprechungen (die dann in der Regel nichtmal eingehalten werden sondern nur dem Clickbaiting dienen) werden dem so gar nicht gerecht. Auch das permante, pausenlose Gelaber in die Kamera ist ein komisches Stilmittel. Erst recht wenn 50% des Gesprochenen leere Worthülsen sind die nur das aufgreifen was man sowieso gerade sieht.
      Wenn man die Clickzahlen von denen aufruft sieht man dass es funktioniert. Die wirklich guten Videos gehen sehr oft unter weil das Marketing nicht so aufdringlich ist. Es bleibt die Hoffnung dass deren "Viewer" (meist 14jährige) im Laufe des Heranreifens das Interesse verlieren, sonst haben wir in 4 Jahren ein Heer von quasselnden Handyfilmern in den Lost Places.
    • ... Indiana Jones und Lara Croft entdecken einen Abenteuerspielplatz.

      Ein paar Kritikpunkte:
      • Vermarktung. Kommerzielle Ausschlachtung von originär kapitalismusfreien Zonen.
      • Infotainment. Auch so eine seltsame Erfindung der Medienindustrie. Ja was denn nun? Von allem etwas, aber nix richtig. Hauptsache möglichst massenkompatibel.
      • Narzissmus. Aber da bist Du ja auch schon selber draufgekommen.
      • Billige Effekthascherei. Nebelmaschine, eingespielte Sound-Samples u.v.a.
      • Models in Lost Places. Eigentlich ein Anachronismus. Und irgendwie auch Kinderfasching. Ohne würde das gesamte Konzept eben nicht sehr lange tragen. Noch unerträglicher wird’s dann bei Mumien, Geistermädchen, Paramilitärs und sonstigem Unfug.
      • Entschleunigung? Nicht bei dieser wirren Schnittfolge. Auch das ist wohl dem aktuellen Zeitgeist geschuldet. Wer hat heute noch die Zeit, ein wenig zu verweilen, Augen und Ohren zu öffnen und sich auch den Details zu nähern?
      • Recherche? Kommt nicht wirklich vor. Liefert ja auch keine spektakulären Bilder. Und ist quasi Betriebsgeheimnis.
      • Think Big! Die Heimat hat nix spannendes zu bieten, zumindest wenn man nach dem Weltmarkt schielt.
      • ...